„Das ist eben Schicksal.“ All zu oft wird diese Floskel in Phasen der Resignation bei nicht oder schwer zu überwindenden Problemen angewendet und dadurch die eigene Unfähigkeit zur Selbstbestimmung mit dem Einfluss einer höheren Macht auf sich oder die Situation entschuldigt. Der Mensch verfügt jedoch über die Freiheit und Fähigkeit, sein Leben durch eigene Entscheidungen zu steuern oder zumindest zu beeinflussen.
1. Schicksal ist das Leben von der Geburt bis zum Tod, in absolutem Zusammenhang und ohne Alternativen.
2. Durch das Treffen von Entscheidungen bestimmt der Mensch seinen und den Weg anderer mit ihm in direkter oder indirekter Relation stehenden Personen durchs Leben .
3. Es gibt einfache und schwierige Entscheidungen, wobei nur letztgenannte Einfluss auf jenes haben, was den Menschen zu dem macht, was er ist.
4. Schwierige Entscheidungen können nur dann endgültig sein, wenn sich deren Basis und Substanz auf den Bereich der Anwendbarkeit beschränkt.
Während Schicksal grundsätzlich alternativlos ist, stehen dem Menschen in seinem Leben die Möglichkeiten für Entscheidungen und somit zur Selbstbestimmung offen. Es bedarf jedoch Engagement und Courage, sich dem zu stellen und die Fäden selbst in die Hand zu nehmen.
