Beim systemischen Denken, welches auch als Systemdenken oder Systemtheorie bezeichnet wird, handelt es sich um einen Denkansatz, welcher sich mit dem Blick auf die Gesamtheit einer Situation mit all ihren Verbindungen und Querverweisen zu anderen Objekten befasst. Die Evolution der Systemtheorien lässt sich in drei Stufen zusammenfassen.
1. In der ersten Stufe finden sich simple Systeme, die aus vorgegebenen und starren Elementen konstruiert sind und oft Gleichgewichtsmodelle darstellen.
2. Wiederum vorgegebene dafür aber belebte oder unbelebte Elemente bilden komplexe Ungleichgewichtssysteme, welche der zweiten Stufe zuzuordnen sind.
3. Systeme, welche ihre enthaltenen Elemente selbst produzieren und von diesen produziert werden, bilden die dritte und höchste Ebene. Materielle und immaterielle Objekte können enthalten sein.
Der Blick auf die zusammengesetzten Elemente und deren Beziehungen zueinander bildet die Ausgangslage für die Formulierung von Verhaltenserklärungen. Dies führt zu Theorien der Selbstorganisation, welche in ihrer Abstraktion und Transdisziplinarität eine universelle Gültigkeit beanspruchen: „Selbstorganisation ist das dynamische Prinzip, das der Entstehung der reichen Formenwelt biologischer, ökologischer, gesellschaftlicher und kultureller Strukturen zugrunde liegt.“
